Newsletter_kopf

Öffentliche Veranstaltung, 5. Februar, 19.30 Uhr, H7

März 2026

Liebe Freundinnen und Freunde der GRÜNEN in Bubenreuth,
liebe Kommunalpolitik-Interessierte,
liebe Umwelt- und Klimaschutzbewegte!

Es gibt etwas zu feiern: Die Klimaschutzklage der DUH war erfolgreich!

Eigentlich sollte es in diesem Newsletter mehr oder weniger nur um die Kommunalwahl gehen. Aber wir beginnen notgedrungen mit Mercosur. Die Sache ist schlecht gelaufen und entspricht weder der Haltung des grünen Bundesverbands, noch der meisten unserer Mitglieder. Deshalb hat der Bundesvorstand einen Brief an alle Mitglieder geschickt, den ihr auf unserer Homepage im Originalwortlaut lesen könnt. Tatsächlich ist alles ein bisschen komplizierter als in der Presse vermittelt. Die Resolution wurde von einer Gruppe von 144 Abgeordneten aus den Fraktionen der konservativen EVP (zu der die Unionsabgeordneten gehören), der Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen und Linken eingebracht. Die Bewertung, dass hier gemeinsame Sache mit den ganz Rechten gemacht wurde, trifft also nicht wirklich zu. Um alles zu verstehen, braucht es mehr Hintergrundwissen (zum Beispiel hat Polen sowieso vorab eine Klage gegen das Abkommen angekündigt). Dazu hilft das lesenswerte Statement der EU-Abgeporneten Jutta Paulus: Meine Position zum EU-Mercosur-Abkommen.
Jetzt folgen aber Kommunales, anschließend Ticker, Petitionen und eine kurze, relevante Bewertung der Aussage, dass 2025 das bisher drittwärmste Jahr war. Bitte schickt uns eure Anregungen, Rückmeldungen und Kommentare! Und leitet den Newsletter an Freund*innen weiter; gerade vor der Kommunalwahl am 8. März ist das besonders wichtig. Übrigens: Hier kannst du den Newsletter abonnieren und die bisher erschienen Ausgaben ansehen.

Bubenreuth / Kommunalpolitik

Die Gemeinderatswahl ist nur scheinbar eine Personenwahl, es geht knallhart um Inhalte: Woran richten wir die Politik aus? Denken wir kurzfristig oder schauen wir weiter in die Zukunft? Genau das ist der Punkt, an dem sich unsere grüne Politik stark von den Ideen der anderen Parteien und Gruppierungen unterscheidet. Wir haben mehr Themen auf dem Schirm. Wir wollen einen möglichst geringen Flächenverbrauch; gerade für Bubenreuth mit seiner kleinen Fläche von 4,14 Quadratkilometern und der hohen Bevölkerungsdichte von rund 1100 Einwohnern/qkm ist das von besonderer Bedeutung (zum Vergleich: Baiersdorf 11,81, Möhrendorf 13,17 Quadratkilometer). Wir wollen, dass auf Dauer nicht nur die Null erreicht, sondern gleichzeitig die Natur geschont wird. Wir wollen, dass unsere Bürger*innen auch in einigen Jahren möglichst wenig unter Hitzestress leiden. Das ist genau das Thema der oben angekündigten Veranstaltung am 5. Februar, zu der wir euch und alle Bubenreuther*innen herzlich einladen.

Unsere neuen Gemeinderatsmitglieder

Mehr Infos zu den einzelnen Personen findet ihr hier. Kerstin Kràsa und Gerhard Seitfudem findet ihr auch auf der Liste für die Kreistagswahl.

Verantwortung für die Zukunft. Verantwortung für Bubenreuth. Das grüne Wahlprogramm.

KLIMASCHUTZ GEMEINSAM ANPACKEN
Auf dem Weg zur Null: 90% Klimaneutralität bis 2038 Neue Anreize setzen: Förderprogramm zur CO2-Einsparung Neu denken: Photovoltaik über Supermarkt-Parkplätzen statt in der Natur Standards setzen: Solar- und Gründächer bei Neubauten

VERANTWORTUNG FÜR DIE NATUR ÜBERNEHMEN
Bei allen Entscheidungen: Arten und Lebensräume schützen Bürgerentscheid respektieren: Nur Baugebiet Posteläcker und Gewerbegebiet Hoffeld entwickeln Grüne Oasen erhalten: Eichenplatz dauerhaft schützen und Großbäume im Mörsbergeigarten pflanzen

SICHER UNTERWEGS IN BUBENREUTH
Radverkehrsprogramm wirklich umsetzen: Sichere Routen durch den Ort schaffen Gartenstühle statt Parkplatz: Stellplatzsatzung aufheben Fußgänger im Fokus: Drei sichere Querungen über die Hauptstraße anlegen Einsteigen leicht machen: Drei Carsharing-Standorte mit E-Autos über den Ort verteilen Verkehrssicherheit für Kinder erhöhen: Spielstraßen ausweisen, Tempo 30 im gesamten Ort einführen

VERANTWORTLICH MIT UNSEREM STEUERGELD UMGEHEN
Jetzt für die Zukunft sparen: Klima bei allen Entscheidungen mitrechnen Haushaltsplanung transparent machen: Wohin fließt unser Geld? Posteläcker: Bauträger muss alle Folgekosten übernehmen

TRANSPARENZ UND TEILHABE LEBEN
Bei allen größeren Themen: Bürger*innen proaktiv einbeziehen Mitbestimmung ermöglichen: Ratsbegehren bei allen Themen, die weitreichende Auswirkungen haben Offene Politik: Alle Themen im Gemeinderat öffentlich behandeln, nur rechtlich zwingende nicht

VORBAUEN FÜR DIE ZUKUNFT – GUT LEBEN IN BUBENREUTH
Posteläcker nur mit: Seniorenheim, Einkaufsmöglichkeiten und mehr als 50% sozial geförderten Wohnungen umsetzen Ungenutzten Wohnraum reaktivieren: Leerstand im Ort erfassen und verringern Klarheit und Gerechtigkeit für Eigentümer: Sinnvolle Bebauungspläne für alle erlassen Cool bleiben: Hitzeaktionsplan mit Bürgerbeteiligung erarbeiten

KINDER UND JUGEND FÖRDERN
Anpacken für die Jugend: Gasthaus Zeitner als Treffpunkt ausbauen H7 mal anders: Programm für Jugendliche schaffen Politische Bildung: Demokratie erlebbar machen Kitas und Kindergärten stärken: Gemeinsam mit Eltern finanziell absichern

WIRTSCHAFT NACHHALTIG STÄRKEN UND ENTWICKELN
Größer denken: Hoffeld als High-End-Gewerbegebiet entwickeln Anschluss ans „Medical Valley“: Gewerbe aus der Medizinbranche anziehen Gezielt unterstützen: Instrumentenbauer in Bubenreuth halten Schnelles Internet für alle: Glasfaserausbau in Bubenreuth

KULTUR IST FÜR ALLE DA
Mehr als Musik und Instrumentenbau: H7 für vielfältigste Angebote nutzen Ehrenamt stärken: Vereine und Initiativen unterstützen Nicht nur für Oldies: Auch die jungen Bubenreuther*innen mitnehmen

Die grünen Themen zur Kreistagswahl

Unser grüner Landratskandidat ist der derzeitige stellvertretende Landrat Manfred Bachmayer, ein erfahrener Kommunalpolitiker. Das ausführliche grüne Programm zur Kreistagswahl steht als Download zur Verfügung. Darin geht es um die Felder, bei denen Politik auf Landkreisebene eine wichtige Rolle spielt. Da gilt es, mit ganz vielen Stimmen für die grüne Liste solche Mehrheitsverhältnisse im Kreistag zu schaffen, dass Klimaschutz und eine solidarische Gesellschaft, Generationengerechtigkeit und Vielfalt eine ausreichende Basis finden.
Das sind die inhaltlichen Stichpunkte des Programms:


KLIMASCHUTZ UND ENERGIEWENDE: Die lokale Verantwortung annehmen
Den Weckruf verstehen: Klimawandel ist lokale Realität Energiewende als Jobmotor und Stabilitätsanker Konkrete Forderungen: Strukturen stärken und Beteiligung fördern Leuchtturmfunktion der Kreisgebäude und nachhaltige Mobilität

BAUEN UND WOHNEN: Flächen schützen, Ortskerne beleben, Wohnen bezahlbar machen
Koordination und Flächenschutz: Schluss mit planloser Zersiedelung Priorität für Innenentwicklung und nachhaltiges Bauen Soziale Wohnraumoffensive und die Einheit von Arbeit und Wohnen

UMWELTFREUNDLICHE MOBILITÄT FÜR ALLE: Die Verkehrswende vor Ort gestalten
Erfolge festigen, Lücken schließen: Infrastruktur für den Radverkehr Qualität und Sicherheit: Neue Standards für Radwege Stärkung des ÖPNV: Barrierefreiheit, Ausweitung und Elektrifizierung Flexible Lösungen und Schienenverkehr

SCHULE VOR ORT: Bildung zukunftsfähig, inklusiv und sozial gerecht gestalten
Qualität sichern, Teilhabe garantieren: Soziale Verantwortung an Schulen Klimaresiliente Gebäude und moderne Lernumfelder Schulneubau und Inklusion: Investitionen in die Zukunft Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung Nachhaltiges Bauen als pädagogisches Konzept

INNOVATIV WIRTSCHAFTEN: Regionale Wertschöpfung und nachhaltige Transformation
Stärkung durch Wissenstransfer und Gründungsförderung Rahmenbedingungen für eine zukunftsfeste Wirtschaft

DER KREISHAUSHALT: Generationengerechtigkeit als finanzielles Leitprinzip
Verantwortung und Solidarität: Der Spagat der Kreisfinanzen Menschenzentrierte Investitionen und langfristige Folgen Finanzielle Handlungsspielräume sichern

KREISKRANKENHAUS ST. ANNA – DIE NEUE ANNA: Medizinische Daseinsvorsorge stärken
Bekenntnis zum Standort und bedarfsgerechte Entwicklung Investitionen, Kooperationen und Notfallzentrum Fachpersonal gewinnen und regionale Verankerung fördern

UMWELT, LANDWIRTSCHAFT UND ABFALLWIRTSCHAFT: Ökologische Fundamente sichern
Schutz der Natur: Biotope, Blühstreifen und Artenvielfalt Zukunftsfähige Landwirtschaft - Karpfen, Kren und Kirschen klimaresilient machen Gewässerschutz und Agrarwende: Nitratbelastung senken Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement der Zukunft

JUGEND UND SOZIALES: Das soziale Netz engmaschig halten
Mehr als Pflicht: Freiwillige Leistungen als Grundpfeiler des Miteinanders Prävention und Planungssicherheit: Gezielte Förderung im Sozialbereich Den Staat in die Pflicht nehmen: Das Konnexitätsprinzip Steigende soziale Lasten und Herausforderungen in der Jugendhilfe Prioritätensetzung und Entlastung der Kommunen

DIGITALISIERUNG FÜR BILDUNG UND VERWALTUNG: Sicher, barrierefrei und partizipativ
Sicherheit als Grundrecht: Cyber-Resilienz durch Kooperation Verwaltung neu denken: Digital First, nicht Digital Only Chancengleichheit durch digitale Bildung Digitale Teilhabe und Demokratieförderung

KATASTROPHENSCHUTZZENTRUM – FÜR SICHERHEIT UND ORDNUNG: Resilienz und Ehrenamt stärken
Notwendige Investition in Sicherheit und Effizienz Klimaresilienz und Synergien bei der Standortwahl Multifunktionale Nutzung und Bürgerbeteiligung

In Erlangen bereits beschlossen: Der Kommunale Wärmeplan

Vor wenigen Tagen hat Erlangen den Kommunalen Wärmeplan im Stadtrat verabschiedet. Am 2. Februar 2026 wird er ab 18:00 Uhr online der Bürgerschaft vorgestellt. Die Anmeldung dazu erfolgt über einen Link, der über https://www.klima-aufbruch.de und https://erlangen.de/aktuelles/waermeplanung veröffentlicht wird. Zentrales Element der Wärmeversorgung sollen Großwärmepumpen bilden, die für die Produktion der Fernwärme unter anderem Wasser aus der Regnitz und Abwärme aus Rechenzentren nutzen. Ganz wichtig ist die Sanierung des Altbestands der insgesamt 23.500 Gebäude. Vorgesehen ist, dass über die Hälfte der Gebäude auf eigene Anlagen setzt. Erneuerbare Gase (z.B. grüner Wasserstoff) sollen nur dort genutzt werden, wo andere Lösungen technisch schwierig sind. Als weitere Elemente der Versorgung sind Solarthermie und PV z.B. auf großen Dachflächen vorgesehen, die Wärmepumpen oder Quartierskonzepte stützen können. Außerdem gibt es in mehreren Stadtteilen Chancen zur Nutzung von Geothermie. Bis 2040 soll der Wärmeumbau umgesetzt sein. (EN, 17.12.25)
Bubenreuth muss bis Mitte 2028 einen kommunalen Wärmeplan verabschieden.

Klimakatastrophe und mehr

2025 war global das drittwärmste Jahr. Warum das Irreführung par Excellence ist.

2025 ist die in den obersten 2000 Metern der Ozeane gespeicherte Wärme im Vergleich zum Vorjahr um 23±8 Zettajoule gestiegen, das sind 23.000.000.000.000.000.000.000 Joule (Advances in Atmospheric Sciences). Diese Energiemenge würde rechnerisch ausreichen, um die Erdatmosphäre um 4 °C aufzuheizen (für Rechenfans: die Wärmekapazität von Luft beträgt 1,005 kJ/kg, die Masse der Erdatmosphäre 5,15*10**18 kg).

Wer sich also freut, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche 2025 um 0.12 ± 0.03 °C niedriger war als 2024 (wo sie durch El Niño erhöht war), macht sich etwas vor; der Globus wird kontinuierlich heißer, von Jahr zu Jahr, egal was die Oberflächentemperaturen sagen.

+++ Ticker +++ Petitionen +++

+++ FAKE NEWS in der vermeintlich seriösen Presse: DIE WELT hat im Frühsommer 2025 in einer Artikelreihe über angebliche „Geheimverträge“ von Umweltverbänden mit der EU-Kommission berichtet. Diese Berichte waren falsch, dafür wurden Narrative aufgegriffen, die aus dem Umfeld von CSU- und anderen christdemokratischen EU-Abgeordneten offenbar gezielt gestreut worden waren. Der Presserat erteilte der WELT eine formale Rüge. DIE WELT ist dazu verpflichtet, die Rüge abzudrucken. (Lobbycontrol)

+++ Der vom Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Gang gesetzte Aufbau eines überregionalen Wasserstoffnetzes hat 2025 begonnen. Bis Ende 2026 sollen die ersten 525 Leitungskilometer des Kernnetzes fertiggestellt sein. Dies wird vor allem durch den Umbau bestehender Erdgasleitungen realisiert. (EN, 22.12.25)

+++ Wir wissen nicht, ob das gut ist, aber es ist Fakt: In Amsterdam gilt bald ein Reklameverbot für klimaschädliche Produkte, dazu zählen auch Fleisch und fossile Energien.

+++ Im Januar ist das UN-Hochseeschutzabkommen in Kraft getreten. Noch ein Grund zum Feiern!
Petitionen

+++ Die DUH hat eine Kampagne gegen die Schleppnetzfischerei im deutschen Wattenmeer gestartet. Diese Art der Fischerei verstößt gegen EU-Recht. Die so gefangenen Krabben werden in Niedriglohnländern wie Marokko gepult und danach unter dem Label „frisch gefangen“ in Deutschland verkauft.

+++ Wie berichtet, hat der bayerische Landtag hat die Einführung einer Verpackungssteuer bislang abgelehnt. Das darf nicht das Ende der Debatte sein. Eine aktuelle Petition fordert die Aufhebung des Verbots der kommunalen Verpackungssteuer in Bayern, die Stärkung kommunaler Selbstverwaltung im Bereich Umweltschutz und wirksame Maßnahmen zur Reduzierung von Einwegverpackungen. Auch wichtig in diesem Zusammenhang: Am 8. März grün wählen, damit die Kommunen mehr Druck auf die Landesregierung ausüben können! Bitte erzählt das weiter!

+++ Eine andere Petition ist bereits geschlossen, da mit mehr als 40.000 Unterzeichnenden das Quorum erreicht war. Trotzdem möchten wir sie erwähnen. Mit der Forderung, dass keine eigenen Register zur Erfassung von trans* und nichtbinären Personen geführt werden dürfen, richtet sie sich gegen einen Verordnungentwurf des Innenministeriums.

+++ Und eine weitere Petition ist erwähnenswert: Aktionsplan „Queer leben“ zurückholen. Dieses Projekt der alten Bundesregierung hat die neue Regierung einfach auslaufen lassen.

Grünmontag/-mittwoch

... ist das nächste Mal am Donnerstag: Am 5. Februar.

Jede*r Interessierte ist herzlich willkommen. Jetzt mitmachen!
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