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Ergebnis der Bürgerbefragung zu H7

In der Gemeinderatssitzung am 23.02.2021 stellte Prof. Dr. Marc Redepenning vom BASIS-Institut für soziale Planung, Beratung und Gestaltung GmbH die Ergebnisse aus der Bürgerbefragung zum städtebaulichen Vorhaben H7 vor. Aus den Antworten der Bürger*innen las er vor allem die Lust am gemeinsamen Tun und am generationsübergreifenden Zusammenwirken heraus. Hierzu nannte er wiederholt die aus seiner Sicht überraschende und überzeugende Zustimmung gerade zu den Themen Repair Café und Gemeindeacker.

Wir hatten im September 2019 den Antrag gestellt, die Bürger:innen zum Vorhaben H7 in einem Ratsbegehren zu befragen. Die Behandlung dieses Antrags wurde zunächst immer weiter verzögert und schließlich im September 2020 von den anderen Fraktionen abgelehnt. Stattdessen wurde eine Bürgerbefragung durchgeführt. Aus den Antworten zu mehr als 50 Fragen nach konkreten Nutzungsmöglichkeiten, der persönlichen Wahrnehmung, der Verfügbarkeit von Informationen und vielem Weiteren stellte Redepenning die nach seiner Auswertung wichtigsten 12 Rückmeldungen vor. Hiernach wünschten sich die Bürger*innen flexible Nutzungsmöglichkeiten und sehen in H7 einen Ort für Bildungsangebote und Kulturveranstaltungen, sehr stark aber auch einen Ort mit Spielmöglichkeiten für Kinder, Begegnungsmöglichkeiten von Jung und Alt sowie ganz besonders einen Ort des gemeinsamen Schaffens und Gestaltens.

In seinem Vortrag zeigte Redepenning auch mit einer Folie, dass die Ausstellung zur historischen Situation (Bereich Musik) mehrheitlich als wichtig gesehen wird, nicht erwähnt hat er den Bereich Bücherei.

Insgesamt sehen die Bürger:innen in dem Projekt H7 mit einem flexiblen Nutzungskonzept ein hohes Potential für kulturelle Bildung und eine Stärkung der Ortsgemeinschaft, interessanterweise geben aber weniger als die Hälfte an, das Bürgerzentrum selbst regelmäßig nutzen zu wollen.

Kritische Rückmeldungen gab es weiterhin bzgl. der Finanzierbarkeit (u.a. Folgekosten), der Lage (sie bevorzugt den nördlichen Ortsteil) wie auch der verkehrlichen Situation; die Bürgerkonferenzen wurden als schlecht bewertet.

Die Bürgerbefragung hat keinerlei bindende Wirkung wie sie ein Bürgerentscheid gehabt hätte. Bürgermeister Stumpf sagte nach Redepennings Vortrag, dass er bereits fast täglich mit den Architekten zusammensitze und die Planungen vorantreibe.

Drei-Königspunsch und Igelsdorfer Straße

Wie im Jahr davor hatten wir am 06.01.2015 wieder zu Glühwein und Kinderpunsch geladen. Explizit per Flyer hatten wir diesmal auch unsere Nachbarn in Igelsdorf eingeladen, um deren Meinung zu der geplanten Sperrung der Igelsdorfer Straße zu hören.

Tatsächlich besuchten uns einige Igelsdorfer und es entstanden lebhafte Diskussionen.

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Befürworter der Sperrung (unser Antrag) kamen keine. Allerdings war durchaus ernüchternd zu hören, dass entweder gar nicht wahrgenommen oder einfach nicht geglaubt wurde, dass die Sperrung nur temporär geplant ist.

Mittlerweile hat sich jedoch der Baiersdorfer Stadtrat gegen die Sperrung ausgesprochen und aus unserem Rathaus wurde erläutert, dass das Landratsamt keine einseitige Sperrung erlauben würde. Von daher gab es in Bubenreuth auch keinen weiteren Gestaltungsspielraum in dieser Sache mehr und so musste der Bubenreuther Gemeinderat den Beschluss am 20.01.2015 wieder zurücknehmen.

2. Bürgerforum

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gut besuchtes Bürgerforum

Am Samstag, den 5. April fand das 2. Bürgerforum statt. Auch diesmal war die Veranstaltung mit ca. 150 Bubenreuthern sehr gut besucht und den gesamten Tag war der Wille zum Mitmachen und Mitgestalten spürbar.

Nach der Vorstellung der bereits gestarteten Initiativen (Flüchtlingshilfe, Tauschbörse, Nachbarschaftshilfe und Ideenwerkstatt) konnten die Stände der Initiativen und der Studenten begutachtet werden.

Die Kaffeepause nach dem Mittagessen nutzten wir Grüne, um die Bürger mit der Verkehrssituation am Mausloch zu konfrontieren. Ein einfach skizzierter Plan und ein paar Matchbox-Autos genügten, um angeregte Diskussionen entstehen zu lassen. Vielen wurde hier die Problematik der bisher angedachten Lösung bewußt.

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Diskussion über Verkehrssituation Mausloch

Und auch der Bürgermeister diskutierte fleißig mit, strich dann aber die Segel mit den Worten: „Was hier geredet wird, ist sowieso egal. Die Verantwortung liegt jetzt nämlich bei der Stadt Erlangen.“

 

Nachmittags gab es Diskussionsrunden zu den Themen Gewerbe, Leben, Wohnen und Mobilität.

Nun sind wieder die Studenten und die Hochschule gefordert, aus den Anregungen der Bürger für Bubenreuth relevante und konkrete Vorschläge zu entwickeln.
Aber auch hiervon unabhängig war das Forum im Sinne der Bürgerbeteiligung und -vernetzung ein voller Erfolg.

Zeitungsartikel in der EN

Homepage des Arbeitskreises Energiewende