H7 Faktencheck

Wir Grüne haben uns für ein Ratsbegehren eingesetzt, da wir der Überzeugung sind, dass eine so weitreichende politische Entscheidung wie die Entwicklung von H7 durch ein Ratsbegehren von den Bubenreuther BürgerInnen legitimiert werden sollte.
Dies ist von der Mehrheit des GRs leider abgelehnt worden.

Da es jetzt eine Bürgerbefragung zu H7 geben wird, möchten wir hier auf unserer Homepage wichtige Aspekte zu H7 auflisten und den Aussagen des Bürgermeisters gegenüberstellen.
Machen Sie sich bitte selbst ein Bild und fragen Sie gezielt nach, wenn Ihnen etwas unstimmig vorkommt.

 

Das sagt BGM Stumpf zu H7 und zum Rathaus   Das sagen wir Grüne
Die Errichtung des sozio-kulturellen Gemeindezentrums wird mit bis zu 90 % bezuschusst.   Es mag einzelne Gewerke geben, die mit 90 % bezuschusst werden; andere jedoch werden mit viel geringeren Fördersätzen bezuschusst. In der Gesamtschau ist theoretisch im Best Case eine Förderung von 74 % möglich. Der Förderbetrag wächst nicht, wenn die tatsächlichen Kosten die geplanten übersteigen.
Und letztendlich sind auch Fördermittel Steuermittel.
Die Förderung gibt es nur in der Nutzungskombination Bürgertreff, Bücherei, Museum.   Man hat nur diese eine Nutzungskombination untersucht und nur für diese Nutzungskombination Fördermittel beantragt. Förderungen für kommunale Ausgaben gibt es im Grunde für fast jede Neuanschaffung, sei es ein Kindergarten oder ein Feuerwehrfahrzeug.

 

Ein paar Beispiele:

  • Waldkindergarten – 60%
  • Hortgebäude – 60%
  • Bürgerzentrum Effeltrich – bis zu 80%
  • Park & Ride Parkplatz – 80%
    (was ihn aber nicht sinnvoller macht)
  • Sanierung im Jahr 2016 zur temporären Flüchtingsunterbringung wäre mit 90 % gefördert worden,
Sozialraum   Mit der Notwendigkeit eines Sozialraums im Rathaus wurde schon die Anschaffung der mobilen Trennwand im Ratssaal begründet.
Trauzimmer   Was soll das sein? Ein Raum für die besonders kleine Hochzeitsgesellschaft? So etwas haben manche Gemeinden, wenn ihnen ein wirklich besonderer historischer Raum zur Verfügung steht. Es ist also nicht wirklich nötig.
Sprechzimmer für Jugend- und Seniorenbeauftragte   Wie wäre es mit dem Jugendraum unter dem Sportheim oder auch im Ratssaal selbst? Würde ein Bürgertreff in H7 entstehen, würde auch dort Platz für ein solches Sprechzimmer sein; hierfür bräuchte das Rathaus nicht mehr Platz.
Fraktionszimmer   Auch hier wissen wir nicht, wofür das gut sein soll. Es wurde auch von keiner Fraktion gefordert.
Bürgerbüro   Auf unsere Anfrage, was das sein soll, hatten wir diese Auskunft erhalten:
Ein ʻBürgerbüroʼ im eigentlichen Sinn ist die Zusammenfassung der Stellen im Rathaus, die den häufigsten Besucherverkehr (amtsdeutsch: „Parteiverkehr“) abwickeln: Melde- und Ausweisbehörde, soziale Angelegenheiten und Standesamt. Jeder der dort eingesetzten Mitarbeiter kann von seinem Arbeitsplatz aus bzw. an einem Tresen grundsätzlich alle erforderlichen Serviceleistungen erledigen. Das erfordert ein entsprechend ausgestattetes und dimensioniertes Großraumbüro mit einem abgeschirmten Rückzugsbereich für besonders vertraulich zu behandelnde Angelegenheiten. Ergänzt wird der Arbeits- und Schalterbereich von einem ausreichend großen Wartebereich und evtl. einer Kinderspielecke – das kennt man ja so oder so ähnlich auch von den Banken.

 

Wir meinen: In einem Rathaus, in dem jede*r Angestellte in einem Einzelzimmer sitzt, braucht man kein Großraumbüro, damit man dort wieder einen abgeschirmten Rückzugsbereich einrichten kann.

Barrierefreiheit   Eine gewisse Barrierefreiheit wurde durch die Rampe im rückwärtigen Bereich des Rathauses erreicht. Die Barrierefreiheit lässt sich sicherlich weiter verbessern; das rechtfertigt aber nicht die Ausgabe von 2 Mio. für einen Rathausumbau.
H7 ist praktisch geschenkt   Wenn man davon ausgeht, dass man das Rathaus für 2 Mio umbauen muss, könnte man das so sehen (wenn man den Unterhalt der Einrichtung ausklammert und die Tatsache, dass auch die Fördermittel Steuergelder sind). Wir sind allerdings von der Notwendigkeit einer Rathauserweiterung nicht überzeugt.
Eine Rathauserweiterung ist wegen des Zuzugs weiterer Bürger ohnehin notwendig.   1. Durch fortschreitende Digitalisierung sollte auch mit bestehendem Personal eine größere Anzahl an Bürger*Innen betreut werden können.
2. Bevor man weitere Servicestellen in Bubenreuth schafft, könnte man auch gemeinsam mit anderen Umlandgemeinden Bürgerbüros in Erlangen öffnen. Das Finanzamt ist in Erlangen, die Zulassungsstelle auch. Warum sollte man zum Beispiel nicht in Erlangen seinen Pass beantragen? Leerstände im ehem. Landratsamt, der ehem. Zulassungsstelle, im Altstadtmarkt oder Greiner könnten genutzt werden und würden dort einen Belebungseffekt erzeugen. (Das ist übrigens eine Idee aus einer Bubenreuther Bürgerwerkstatt 2015)
Synergien zwischen Bücherei und Museum   Diese beiden Einrichtungen liegen bereits nebeneinander. Gäbe es interessante Synergien, hätte man sie längst nutzen können.
Machbarkeitsstudie, Unterhaltskosten   Die Machbarkeitsstudie sollte die laufenden Kosten ermitteln und die Synergien belegen. Im April 2020 wurde der Gemeinde die Machbarkeitsstudie zugeschickt. Dem Gemeinderat (GR) wurde sie aber noch nicht vorgestellt.
Wir fragen uns, warum?
Außerdem fragen wir uns, wie die Mehrheit des GRs ohne zu wissen, welche geschätzten jährlichen Kosten auf die Gemeinde Bubenreuth zukommen kann, eine Entscheidung für eine Umsetzung treffen kann.
Die Fragestellungen für die Bürgerbefragung werden mit den Fraktionen gemeinsam entworfen (Aussage Juni 2020).   Wir wurden nicht in die Ausarbeitung der Fragen eingebunden. Ob andere Fraktionen eingebunden wurden, wissen wir nicht.

 

Weitere Aspekte   Wir Grüne meinen
Standort Bubenreutheum   Wir sind nicht gegen die Aufwertung des Museums an anderer Stelle. Wir können uns das Museum, das den Instrumentenbau und die Ansiedlung der Geigenbauer zum Thema hat, allerdings besser in der Geigenbauersiedlung vorstellen. Dort sind durchaus Möglichkeiten denkbar.
Das Altenheim wird sein Gebäude in den nächsten Jahren verlassen, Auf dem Höfnergelände stehen Gebäude leer. Auch der ehem. Schlecker hätte mehr Bezug zu diesem Teil der Bubenreuther Geschichte als H7.
Standort Bücherei   Die Bücherei könnte durch den Umzug nach Norden die Nutzer aus dem Süden verlieren.
Als geeigneteren Standort sehen wir einen Platz in der Nähe der Schule. Die Schule wird ohnehin in den nächsten Jahren zu einer Ganztagsschule werden. Würde dann nicht das Hortgebäude frei werden?
Standort Kindergarten   Sollten jemals die Posteläcker bebaut werden, wird es klar an Kinderbetreuungsplätzen fehlen. Eine Erweiterung in der Mitte macht für uns aber keinen Sinn, da dort bereits der kath. Kindergarten angesiedelt ist. Wir sehen dafür H7 (z.B. in der Scheune) als den geeigneteren Standort, der die Verkehrssituation an der katholischen Kirche entspannen und den Bubenreuther Norden mit KiGa-Plätzen versorgen könnte
Gastronomie in H7   Dass sich eine Gastronomie in H7 wirtschaftlich betreiben ließe, darf bezweifelt werden. Eine Antwort auf diese Fragestellung hatten wir in der Machbarkeitsstudie erwartet, die der BGM jedoch unter Verschluß hält.
Corona   Die Pandemie fordert vor allem Abstand, Innenräume können nur noch spärlich belegt werden.
Das denkmalgeschützte Bauernhaus in H7 ist als Bürgertreff vorgesehen, verfügt aber nur über kleine Räume, die aus Denkmalschutzgründen auch nicht verändert werden können.
Ist damit eine sinnvolle Nutzung angesichts der jetzigen Erfahrungen mit Covid 19 noch machbar?
Klimakrise   Ohne den Kauf und eine gemeindliche Nutzung von H7 grundsätzlich infrage stellen zu wollen, müssen wir uns heute angesichts der auch bei uns mittlerweile spürbaren Auswirkungen der Klimakrise auf jeden Fall fragen, inwieweit Zeit und Geld nicht besser im Sinne unserer Zukunft in dringend notwendige Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden sollten.
Wir müssen sehr genau abwägen, was jetzt wirklich wichtig und nötig ist. Denn das vorhandene Geld kann nur 1x ausgegeben werden.
Auch in Bubenreuth wird es Zeit zu realisieren, dass in nicht allzu ferner Zukunft, wahrscheinlich schon in wenigen Jahren, klimatisch bedingte Überlebensfragen all unser Leben und Handeln bestimmen werden. Je eher wir das realisieren und entsprechend denken, planen und entscheiden, desto besser ist es für unsere Zukunft und die unserer Kinder.

Kein Ratsbegehren zu H7

In der Gemeinderatssitzung vom 22.09.2020 wurde unser ein Jahr alter Antrag auf ein Ratsbegehren zur Nutzung von H7 auf die Tagesordnung gesetzt und von den Gemeinderatsmitgliedern der anderen Fraktionen einstimmig abgelehnt. Neben der Behauptung, dass die benötigte Zeit für ein Ratsbegehren die Projektförderung gefährden könnte, war das andere Argument des Bürgermeisters, dass „der Bürger“ die Tragweite seiner Entscheidung nicht verstehen könne. Ob ersteres stimmt, wurde uns nie transparent gemacht, letzteres spricht für sich.

Ziel unseres Antrags war, durch einen demokratischen Beschluss der Bürger*innen, zu erfahren, ob das geplante soziokulturelle Zentrum mit Bürgertreff, Museum und Bücherei, welches von den Bürger*innen genutzt und mit Leben gefüllt werden muss, auch die Rückendeckung der Bubenreuther*innen genießt. Die Kosten für dieses Projekt betragen rund 7,5 Mio. Euro. Über die Folgekosten des Unterhalts ist der Öffentlichkeit weiterhin nichts bekannt. Der Verwaltung liegt seit April eine Machbarkeitsstudie vor, bislang wurde sie dem Gemeinderat jedoch nicht zugänglich gemacht.

Unser Ziel haben wir nicht durchsetzen können, dennoch haben wir durch unseren Antrag eine weitere Beteiligung der Bürger*innen an der Konzeption von H7 erreicht. Bürgermeister Stumpf und die Verwaltung lassen als Alternative zum Ratsbegehren nun eine Haushaltsbefragung zur Umsetzung von H7 entwickeln, wohl, um sich nicht vorwerfen lassen zu müssen, keine umfassende Bürgerbeteiligung zu wollen. Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung sind – anders als ein Bürgerentscheid – für die Verwaltung nicht bindend. Dennoch sind sie eine Chance zur Mitwirkung, wir werden verfolgen, wie die Gemeinde diese Ergebnisse dann umsetzen wird.

Bebauungsplan Bruckwiesen II

In dem Artikel in der EN vom 02.07.2020 über den Beschluss zum Bebaungsplan ‚Bruckwiesen II‘ ist richtig festgestellt, dass wir Grünen schon lange die Einrichtung eines P&R-Parkplatzes im Parkhaus kritisieren.
Die Begründung, die sich hinter unserer Ablehnung verbirgt, wurde von Christian Dirsch in dieser Sitzung erläutert und ausführlich und mit fundierten Quellen belegt. Mit der Einrichtung einer P&R-Anlage wird der MIV (= motorisierte Individualverkehr) gefördert, zusätzlich zu der ohnehin stattfindenden Förderung des ÖPNV. Diese Parallelförderung produziert zusätzlichen Autoverkehr und schadet dem Klima wie auch den Ortsbussystemen (nachzulesen bei ‚Straßen für alle‘ von Prof. Monheim, 1990).

Der Vermutung von Herrn Schreiter, ‚die drei anderen Grünen scheinen da anderer Meinung zu sein‘, möchte ich hier allerdings ausdrücklich widersprechen.
Wir sind FÜR den Bau einer Boulderhalle und für den Bau eines Parkhauses gerade für das Gewerbegebiet Hoffeld, damit die Flächen dort den Arbeitsplätzen und der Aufenthaltsqualität zugute kommen. Aber wir sind gegen eine Erweiterung der vorhandenen P&R-Flächen.
Deswegen stimmten wir mit DREI Stimmen FÜR den Bebauungsplan ‚Bruckwiesen II‘ und mit EINER DAGEGEN. Wir werden uns bei der weiteren Planung des Parkhauses auch weiterhin für eine echte Lösung im Sinne des Klimaschutzes einsetzen.

Ansicht Gewerbegebiet Bruckwiesen II von SüdOst

Erste Sitzung im neuen Rat

Für die Sitzung am 26.05.2020 stand die Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung auf der Tagesordnung. Wir hatten in den letzten Wochen intensiv an Änderungsvorschlägen für die Geschäftsordnung gefeilt und das Gespräch dazu mit einzelnen Mitgliedern der anderen Fraktionen gesucht und geführt. In vielen Kommunen ist es üblich, dass sich dann eine Gruppe von jeweils einer Person aus den Fraktionen gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Leitung der Verwaltung zusammensetzt (das wäre auch in Zeiten von Corona unter Einhaltung der Hygienevorschriften möglich gewesen und fand in anderen Kommunen auch statt), die Vorschläge diskutiert und Kompromissmöglichkeiten auslotet.

Dieser Wunsch wurde gegenüber dem Bürgermeister kommuniziert (in der letzten Legislaturperiode fanden Vorberatungen in dieser Form statt) und Norbert Stumpf hatte auch seine Bereitschaft dazu signalisiert. Aber dann war davon plötzlich keine Rede mehr. Stattdessen wurden unsere Änderungsvorschläge vom Bürgermeister und der Verwaltung eigenmächtig als formeller Antrag in der GR-Sitzung zur Abstimmung vorgelegt. Da wir selbst gar keinen Antrag gestellt hatten, sondern Ideen für eine Vorberatung zusammengetragen hatten, stellten wir zu Beginn der Sitzung den Antrag, die Abstimmung über die Geschäftsordnung zu vertagen, mit der Bitte sich doch noch die Zeit für einen offenen Austausch zu nehmen. Dieser Antrag wurde von CSU/SPD und FW unisono abgelehnt und unser Antrag, den wir nie so gestellt hatten, wurde behandelt.

Es lag außerdem bereits ein fertiger Entwurf für die neue Geschäftsordnung von Seiten der Verwaltung vor: Einige Vorschläge von uns fanden sich darin sogar (meist in leicht geänderter Form) wieder, das hat uns gefreut: die Niederschrift der vorangegangenen Sitzung wird nun unverzüglich den Gemeinderatsmitgliedern zugänglich gemacht, der Energie- und Umweltausschuss heißt nun zusätzlich auch noch Klimaausschuss (allerdings haben sie unsere Vorschläge zur Erweiterung seiner Aufgaben abgelehnt), die Geschäftsordnung ist nun gegendert und der Bürgermeister muss eine Liste über die laufenden Projekte führen, aus der der Bearbeitungsstatus ersichtlich wird (diese ist allerdings nichtöffentlich).
Die weiteren Ideen, die noch nicht in die neue Geschäftsordnung eingearbeitet worden waren, wurden von den drei anderen Fraktionen dann regelmäßig abgelehnt und zwar:

  • das grundsätzliche Recht auf Akteneinsicht für Gemeinderatsmitglieder (angedacht war nach Terminvereinbarung, z.B. auch Sammeltermine, um die Verwaltung nicht zu überfordern)
  • die Festschreibung der Priorität des Klimaschutzes bei allen Maßnahmen
  • verlängerte Ladungsfristen zur besseren Vorbereitung der Tagesordnungspunkte
  • das Recht für jede Fraktion, der Niederschrift eine kurze Begründungen für das eigene Abstimmungsverhalten beizufügen, um sich gegenüber den Bürger*innen erklären zu können
  • die Idee, neue größere Themen zunächst in einer ersten Lesung zu behandeln, ohne dass es bereits eine Beschlussvorlage gibt: bei einer vorliegenden Beschlussvorlage haben sich die Fraktionen meist auf ein Abstimmungsverhalten festgelegt, dies verhindert meist einen offenen Austausch

Was uns aber am meisten deutlich gemacht hat, dass auf unsere konstruktive Mitarbeit kein Wert gelegt wird:

In der letzten Legislaturperiode bestand noch Konsens, dass jede Fraktion als Vertretung des Bürgermeisters präsent ist. Neben Johannes Karl als zweitem Bürgermeister wurden Annemarie Paulus und Bärbel Rhades per Beschluss als weitere Stellvertreterinnen (ohne pauschale Aufwandsentschädigung) bestimmt (in dieser Reihenfolge, da wir Grüne damals die kleinste Fraktion stellten). Dieses Mal hatten wir, als zweitstärkste Fraktion, unseren Anspruch auf den dritten Platz angemeldet und dies auch in unsere Änderungsvorschläge zur Geschäftsordnung geschrieben. Als der betreffende Paragraph an der Reihe war, schlug die CSU-Fraktion Hans-Jürgen Leyh und Wolfgang Meyer von den Freien Wählern vor. Die Kandidatin der Grünen-Fraktion, Lea Beifuß, wurde von allen anderen Fraktionen wieder einstimmig abgelehnt. Dies ist Demokratie und von uns zu akzeptieren. Aber es spricht dennoch für sich.

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Nebenbei sei noch bemerkt, dass die Grüne Fraktion in ihren Änderungsvorschlägen auch die Mindestanzahl von Gemeinderatsmitgliedern für eine Fraktionsstärke berücksichtigt hatte. Diese lag bisher bei 3 Personen. Die Freien Wähler stellen in dieser Legislaturperiode allerdings nur 2 Gemeinderatsmitglieder und wären somit weder in der Sitzung der Fraktionssprecher*innen noch in den Ausschüssen vertreten gewesen. Sicherlich wäre auch ohne unseren Vorschlag die Zahl von 3 auf 2 reduziert worden. Aber es sollte von unserer Seite aus ein Zeichen des fairen Umgangs miteinander sein. Und es sollte zeigen, dass wir den Willen der Wähler*innen respektieren und wir der Meinung sind, dass sich dieser auch in der Gemeinderatsarbeit durch eine repräsentative Vertretung in allen Bereichen widerspiegeln soll. Was uns betrifft sehen das die anderen Fraktionen CSU, SPD und FW offensichtlich anders.

Parkplätze für den Klimaschutz?

Ab dem 04. Mai 2020 liegt der Bebauungsplan Bruckwiesen II zur Einsicht aus. Bürger haben nun bis zum 12.06. Gelegenheit, zum Bebauungsplan Stellung zu nehmen. Auf der Homepage bubenreuth.de können die Dokumente eingesehen werden.

Park & RideAm 21.04. hat der GR den Auslegungsbeschluss auf Basis des ersten Entwurfs gefasst. Dieser Entwurf enthielt als Begründung für die Parkplätze in einer Park&Ride-Anlage noch den Hinweis, eine Park&Ride-Anlage würde für Pendler einen Anreiz zum Umstieg vom Auto auf die Bahn schaffen, was der Erreichung der Ziele des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung diene.

Auf meinen Protest hin, das Park&Ride-Konzept wäre keine Maßnahme, die im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung erwähnt werde, wurde die Passage geändert. Nun verweist die Begründung (Begründung für Entwurf, S.10) auf die Maßnahme 24 des Energienutzungsplans der Gemeinde (https://www.bubenreuth.de/endbericht-energienutzungsplan). In dieser Maßnahme geht es zwar um das Verknüpfen verschiedener Verkehrsträger, explizit genannt werden jedoch hier nur Fahrrad, Bus, Bahn und CarSharing; nicht aber Park&Ride.

Offenbar ist es dem Bürgermeister sehr wichtig, den Autoparkplätzen ein grünes Mäntelchen umzuhängen.

Warum erfolgt durch die Park&Ride-Anlage kein Klimaschutz?
Eine Park&Ride-Anlage kann dann sinnvoll sein, wenn sie im dünnbesiedelten Raum ohne Bus-Zubringer Pendler zur Bahn bringt (z.B. Gräfenberg). In Bubenreuth ist die Lage eine andere. Alle umliegenden Gemeinden im Einzugsgebiet des S-Bahnhaltes haben entweder selbst einen S-Bahnhalt oder sind so gut mit dem Busverkehr angebunden, dass die Kombination Auto – P&R – S-Bahn nicht einmal spürbar schneller ist als die Kombination aus Bus und S-Bahn. Eine P&R-Anlage in Bubenreuth schafft Infrastruktur für den PKW-Verkehr und stärkt damit den motorisierten Individualverkehr, schwächt dagegen den Bus-Verkehr/ÖPNV und trägt zur Klimakrise bei.
(Weitere Beiträge zum Thema Park&Ride)

Besser könnte man das Parkhaus für das Gewerbegebiet Hoffeld nutzen. Dort würde dann weniger Fläche für Parkraum benötigt werden und stattdessen mehr Fläche für Gewerbe und damit für Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Eine Verkehrsreduzierung würde auch der Aufenthaltsqualität im Hoffeld zugute kommen.

Haushalt 2020

In den Erlanger Nachrichten vom 23.04.2020 werde ich mit den Worten zitiert: „Klimaschutz ist nicht vieles sein zu lassen, sondern eine andere Lebensweise“. Allerdings habe ich es genau andersherum gesagt: Klimaschutz ist, Dinge auch sein zu lassen. Denn es reicht nicht, sich mit Förderungen beispielsweise für Solarthermieanlagen und Zisternen zu brüsten, die nur in seltenen Einzelfällen abgerufen werden. Gerade die großen Vorhaben müssten unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes grundsätzlich auf den Prüfstand.
Und ja, um unsere planetaren Grenzen nicht zu überschreiten, brauchen wir in vielen Bereichen eine andere Handlungs- und Lebensweise.

Geht das zu weit?

Schauen Sie selbst (4,5 min): https://players.brightcove.net/18140073001/65fa926a-0fe0-4031-8cbf-9db35cecf64a_default/index.html?videoId=6087750314001

Danke für Ihre Stimmen

Danke klebenLiebe Bubenreuther Bürgerinnen und Bürger,

ich bedanke mich herzlichst für Ihre Stimmen, die Sie mir als Bürgermeisterkandidatin gegeben haben, und dafür, dass Sie mich für den Gemeinderat bestätigt und in den Kreistag gewählt haben.

Ganz besonders danke ich auch denen, die mich vor und nach der Wahl motiviert und unterstützt haben.

Ich werde mich auch weiterhin in den Gremien für mehr Klimaschutz und ein nachhaltiges Bubenreuth einsetzen. Viele Bürger*innen haben mich bereits im Haustürwahlkampf in diesem Tun bestärkt.

 

DANKE an alle GRÜNEN Wähler!

Für April_2020_Wahldank_RZLiebe Bürger*innen,

Bubenreuth hat gewählt und uns 2020 mit 25,19 % (19,66 % bei den Kommunalwahlen 2014)  der Stimmen zur zweitstärksten Fraktion im Gemeinderat gemacht.

 

 

GR Wahl 2020Wir haben nun 4 Sitze im Gemeinderat und werden dort vertreten durch

  • Gabriele Dirsch
  • Lea Beifuß
  • Mara Kortmann
  • Christian Dirsch

 

Wir danken allen Wähler*innen, die für konsequente Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Gemeinwohl in unserer Gemeinde eintreten.

 

 

Die Herausforderungen unserer Zeit sind riesig, die aktuelle Covid19 Pandemie ist nur die „Spitze des Eisberges“. Die Klimaveränderungen verlaufen ähnlich rasant, nur daß „erst“ unsere Kinder und Enkelkinder die dramatischen Auswirkungen erfahren werden.

Vielleicht gibt uns die Covid19 Erfahrung aber auch die Einsicht, wie verschwenderisch, wie ausbeuterisch und wie ignorant wir mit den Ressourcen unseres Planeten auch auf Kosten anderer Menschen umgehen – nicht weil wir es brauchen, sondern einfach weil wir es (glauben zu) können. Die Einsicht, daß wir unsere Lebenweise ändern müssen – mit Kreativität, auch Verzicht und mutigen Entscheidungen.

Bleiben Sie Gesund,
Denken Sie bitte auch in dieser Krise an Schwächere,
Handeln Sie immer im Sinne des Gemeinwohls!

 

Am 15. März Grün wählen

Aktuell erleben wir wie unsere Zivilisation fast weltweit versucht, durch die Einschränkung vieler gesellschaftlicher Aktivitäten eine Ausbreitung des Corona Virus zu verlangsamen. Auswirkungen davon spüren wir alle. Gleichzeitig wissen wir weltweit seit spätestens 2015, dass wir bereits auf eine weitere Krise zusteuern, die Klimakrise. Auch deren Auswirkungen werden wir alle spüren. Wir sind gefordert, es nicht so weit kommen zu lassen.

Ich meine, für die Herausforderungen der nächsten Jahren genügt es nicht, alles mögliche zu machen. Darüber hinaus sind Kreativität und Mut gefragt, das Notwendige möglich, Vieles anders und Manches auch nicht zu machen.

#weil wir hier leben  –  am 15. März Grün wählen

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