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Eine neue Stellplatzsatzung muss her!

Flächenfraß und der motorisierte Individualverkehr sind zwei entscheidende Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, um unsere Klimaziele zu erreichen und das Artensterben zu stoppen. Wir wollen, dass die Gemeinde hier handelt.

In Bubenreuth ist für Wohnungen bis 60m² die Errichtung eines und ab 60m² sowie für Einfamilienhäuser die Errichtung zweier Stellplätze verpflichtend vorgeschrieben. Diese Vorgabe für neue Bauvorhaben wollen wir abschaffen. Die gute Anbindung an den ÖPNV sowie die Nähe zu Erlangen bieten gute Alternativen zum PKW. Wer Stellplätze benötigt, kann diese dann immer noch errichten, wer jedoch einen größeren Garten oder mehr Wohnraum bevorzugt, hätte nun dazu die Möglichkeit. Ein weiterer Effekt wäre, dass weniger Fläche versiegelt werden muss, ein wichtiger Beitrag für mehr Klima- und Artenschutz. Damit nun nicht dazu übergegangen wird, den eigenen PKW einfach kostenlos auf der Straße zu parken, schlagen wir eine Parkraumbewirtschaftung vor. Anlieger könnten einen Parkausweis für Bewohner*innen beantragen.

Beim Bauvorhaben der Reihenhaus-AG auf dem Gelände der alten Tennisplätze hatten wir dafür plädiert, der Reihenhaus-AG zu überlassen, wie viele Stellplätze sie – angesichts der Nähe zu Supermarkt, S-Bahn und Bushaltestelle – für notwendig hält. Dies konnten wir nicht durchsetzen. Immerhin gilt bei diesem konkreten Bauvorhaben nun erst ab 75m² die Verpflichtung von 2 Stellplätzen pro Wohneinheit. Für uns ist dies aber angesichts der Klimakrise bei weitem nicht ausreichend. Wir wollen eine Überarbeitung der gesamten Stellplatzsatzung für ganz Bubenreuth.

Erstellen Sie Ihre persönliche Ökobilanz

Wer eine ungefähre persönliche Klimabilanz erstellen will, kann dies zum Beispiel mit dem CO2-Rechner des WWF tun. Weitere Rechner bieten etwa das Umweltbundesamt  oder das österreichische Forum Umweltbildung. Da jeder davon mit anderen Fragen und Parametern arbeitet, liefern sie tendenziell unterschiedliche Ergebnisse, die aber alle in der gleichen Größenordnung liegen. Probieren Sie es aus!

Viele konservative und sich als liberal bezeichnende Politiker sagen zwar immer wieder, die Politik könne nur wenig für den Klimaschutz tun, es komme auf die einzelnen Bürger*innen an. Ganz so sehen wir das nicht … aber zumindest kann man mit den hier vorgestellten Klimarechnern ermitteln, wie groß der eigene CO2-Fußabdruck ist und an welchen Schrauben man selbst drehen könnte.

Waldspaziergang mit der Revierförsterin

Erntedank-Sonntag, 10.00 Uhr.
Am Waldeingang Meilwaldstraße startet die Führung durch den Bubenreuther Wald. Revierförsterin Heike Grumann ist unserer Einladung gefolgt und eröffnet den 25 Interessierten Einblicke im Wald auf den Wald. Das System Wald ist so komplex wie gefährdet. Trockenheit, zu heiße Sommer, zu hohes Wildaufkommen, fehlendes Verständnis für pflegende Maßnahmen, andererseits unterbleibende Pflege: der Wald hat‘s schwer.

Heike Grumann

Heike Grumann nimmt eine Bodenprobe und präsentiert mit dem Probenstab, dass die Schichten im oberen Erdreich zu trocken sind. Kein feuchter Humus. Das liegt zum einen ander allgemeinen sandigen Bodenstruktur sondern auch am fehlenden Niederschlag. Weitere Hinweise für den „Wald im Krankenstand“ erkennt und erläutert sie an den auf dem Waldwegen verstreuten Mispelteilen.

Mispelteile

Wie geht es weiter mit dem Forst? Eindeutige Prognosen der Veränderungen
im Wald lassen sich nicht stellen. Im Moment steht der gemeine Förster im Fadenkreuz
der Kritik, er wird verantwortlich für den Missstand gemacht. Dabei ist das was jetzt erlebt
und erkannt wird, die bereits vor Jahren in der Fachliteratur vorhergesehene Entwicklung. Der
„Waldumbau“ ist hier schon länger Thema.

Eichen blauHoffnung ist blau

Der Wald selbst kann eine Menge – wenn man ihn nur läßt. Heike Grumann führt uns zu einem Bereich, wo mit blauen Bändern markierte Eichenschösslinge zu sehen sind. Wir sehen eine natürliche „Plantage“ in mitten von Heidelbeerpflanzen. Aussaathilfe vermutlich durch Eichelhäher.
Und jetzt wird‘s krotesk: dieser Geburtshelfer steht auf der Abschlussliste und darf
erlegt werden. Um dies zu ändern müsste eine Gesetzesänderung her. Politik also.

Heike Grumann schließt mit dem Appell: Lasst uns den„Wald helfen, sich selbst zu helfen“.

Flammender Aufruf für mehr Klimaschutz

8_20181008_SuedAm 29. November 2015 wurde weltweit der Global Climate March begangen, der die Politiker in Paris ermuntern sollte, mutige Schritte gegen den Klimawandel zu beschließen. In Bubenreuth gab es hierzu eine Schnippelparty mit anschließender Verköstigung. Kathrin Görlitz hatte ein superlanges Transparent geschrieben, welches wir als Foto nach Paris schickten. Ähnliche Aktionen gab es weltweit, das Abkommen von Paris ist inzwischen historisch.

Global Climate March

Historisch ist jedoch leider auch, wie wenig Handeln dem Abkommen folgte.

Rise For ClimateIm Herbst 2018 gab es zur Erinnerung an das Pariser Abkommen den Aufruf „Rise for Climate“, zu dem eine Veranstaltung auf dem Erlanger Schloßplatz stattfand. Wir machten auf diese Veranstaltung mit dem Transparent gegenüber der kath. Kirche aufmerksam.

Das Transparent wurde nach einer Woche von der Gemeindeverwaltung abgehängt. Weiterlesen

Klimanotstand auch in Bubenreuth

Fridays for Future in Erlangen am 22.02.2019

Fridays for Future in Erlangen am 22.02.2019

Auf der Demo #FridaysForFuture am 22.02. in Erlangen haben ca. 500 Schüler OB Florian Jannik aufgefordert, anläßlich der dramatischen Klimasituation den Klimanotstand auszurufen. Ihre Sorge um den Planeten und ihre Zukunft haben mich sehr berührt. Deswegen habe ich in der Gemeinderatssitzung am 26.02. einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag für Bubenreuth eingebracht. Unterstützt durch viele Schüler aus der Bubenreuther Grundschule, die sogar mutigst das Wort ergriffen haben, gelang es, dass der Antrag angenommen wurde.

Der Gemeinderat in Bubenreuth hat damit beschlossen: Bubenreuth räumt der Dringlichkeit des Klimaschutzes den Stellenwert und die Relevanz ein, die es benötigt, um weitere Maßnahmen zur CO2-Reduktion zeitnah umzusetzen. Alle Aktivitäten in der Kommune werden in Hinblick auf ihre Klimawirkung bewertet und bei ihrer Umsetzung maximaler Klimaschutz angestrebt. Maßnahmen zum Klimaschutz werden mit höchster Priorität bearbeitet.

Vielen Dank an die Schüler und deren Eltern. Ihr wart eine wunderbare Unterstützung. Bitte bleibt aktiv darin, wirksame Maßnahmen vorzuschlagen und einzufordern.